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Veröffentlicht am 8. Jul 2016

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Ein klassischer Tag zum Sterben

Wir hatten schon lange vor, aus dem „guten Tag…“ eine Sinfonie zu machen. Aber erst die 2,3 Mio Mark Werbe-Einnahmen haben dies ermöglicht. Eine Runde Mitleid an alle Orchester-Musiker: Fis-Dur war echt gemein!

Ich stehe morgens auf, es ist halb drei.
Die Birne tut mir weh, ich könnte spei’n.
Als erstes hau ich mir den Fuß an meinem Nachttisch an,
Dann stolpere ich über das Telefonkabel und reiß‘ es aus der Wand.
Ich kriege gerade noch den Vorhang zu fassen, doch der hält auch nichts aus.
Drum haut’s mich schwungvoll auf die Fresse, meine Katze klatscht Applaus.
Ich steh‘ wieder auf und schmerzerfüllt reibe ich mir mein Gebein
Und während ich auf einen Reißnagel trete, fällt’s mir wieder ein:

Heut‘ ist ein guter Tag zum Sterben
So hat das Leben keinen Sinn
Die Götter wollen mir den Spaß verderben
Man gönnt mir keinen Lustgewinn.
Ein guter Tag zum Sterben
So macht das Leben keinen Spaß
Bevor die Zähne ich mir ausbeiße
Beiß‘ ich lieber gleich ins Gras!

Im Kühlschrank ist die Stimmung gut, die Pilzkulturen feiern.
Eine fette Made grinst mich an, ich dreh‘ mich um zum Reihern.
Die Eier zu weich, die Butter zu hart, der Kaffee fließt daneben,
Im Brot tobt sich der Schimmel aus – dann entfällt das Frühstück eben.
Mein Auto hat man demoliert, es hängt ein Zettel dran,
Von meiner Freundin, die mir sagt was ich sie Alles kann.
Sie führt die Sache näher aus: Ich wäre zu oft blau,
Sie sagt mir damit LEBEwohl, doch ich weiß ganz genau:

Heut‘ ist ein guter Tag zum Sterben …

Ich schmeiß mich hinter’n Auto, ich schieß‘ mir in den Fuß.
Irgendwie werd‘ ich’s schon schaffen, bevor ich noch mehr ertragen muß!

Beim Christoph steigt ’ne Party, mit letzter Kraft komm‘ ich dort an.
An jeder Frau, die ich dort seh‘, hängt schon ’n Macker dran.
Als letztes bleibt mir nur der Rausch, was soll ich sonst noch hier,
Doch auch dieser Wunsch bleibt mir versagt, es gibt nur Pariser Bier.
Ich will mir einen Whisky holen, die Hausbar ist mein Ziel.
Da treff‘ ich meine Freundin, stöhnend, mit Hannes beim Liebesspiel.
Ich steig ins Auto, fahre los und denke: Hoffentlich
Denkt die Frau, die mir gerade vor’s Auto läuft, genauso wie auch ich:

Heut‘ ist ein guter Tag zum Sterben …

Ein guter Tag zum Sterben
So hat das Leben keinen Sinn
Ich will den Spaß euch nicht verderben
Auch nicht, wenn ich gestorben bin.

Orchesterbesetzung:
1. Geige: Barbara Rohrböck, Marianne Kendel, Ellen Kessler, Sibylle Freudenstein, Christine Schlüter
2. Geige: Nicola Wagner, Stefan Evertz, Elke Habermeier, Jasmin Wiederer
Viola: Radek Rossypal, Florian Ehrle, Kathrin Hess
Violoncello: Klaus-M. Golla, Alexander Klar, Stephanie Galler
Kontrabass: Stefan Rauh, Winfried Neumann
Flöte: Alexandra Fritz
Oboe: Silvia König
Klarinette: Andreas Schubert
Fagott: Christina Birkenhake
1.Trompete: Guido Grimm
2.Trompete: Katrin Nürnberger
Posaune: Thomas Winning
1.Horn: Bettina Wojtalla
2.Horn: Michael Maag
3.Horn: Jochen Weiß
Stimme: Vito C.
Dirigent: Rainer Grasser

Cover: Meister der Musik


Datum →
07.02.2010